Büro der Nachbarschaften

Projektstart: Jänner 2015

Projektort

St. Andrä Viertel

Ansprechperson

Zeynep Aygan-Romaner

  • © Joseph Nwachukwu
  • © Joseph Nwachukwu

Büro der Nachbarschaften

PROBLEMSTELLUNG
Zusammenleben im städtischen Raum bringt oftmals Probleme mit sich. Die Diversität der Bevölkerung, die für ein lebendiges Miteinander sorgt, kann gleichzeitig auch die Ursache von Konflikten sein.
Unterschiede in Herkunft, Einkommen, Geschlecht, Bildung und Alter werden oft als trennend empfunden. Die Aneignung von Stadtraum hängt stark von Geschlecht, Alter und Bildung ab, vulnerable Gruppen werden oft verdrängt und brauchen geschützte Räume.

ZIELE
- Lebendige Viertel und BewohnerInnen, die sich mit ihrem Viertel identifizieren können und verantwortungsbewusst und engagiert mit ihrer Nachbarschaft umgehen
- Halböffentliche Räume im städtischen Gefüge schaffen, damit Begegnung stattfinden kann, ohne konsumieren zu müssen
- Unterschiede in Herkunft, Einkommen, Geschlecht und Alter besser überwinden und positiv empfinden
- Vulnerablen Gruppen bei Bedarf einen geschützten Raum bieten

INFORMELLE BILDUNG
Möglichkeiten, Ehrenamt zu leben, neue Fähigkeiten in ungezwungem Rahmen zu entdecken, Talente auszutauschen oder Wissen zu teilen.
Niederschwelliger Zugang: Das Büro der Nachbarschaften kann niederschwellig verschiedenste Bevölkerungsgruppen erreichen, da in seinen Räumen vielfältige Projekte stattfinden und Menschen zusammenbringen, die sich sonst meiden würden. Das Angebot des BdN ist dabei breit gefächert. Während der Öffnungszeit kann man Beratung für seine Belange erhalten oder auch nur auf einen Plausch vorbeikommen. Eine wachsende Anzahl von NutzerInnen freut sich über das freie Internet und lernt gerne an den zahlreichen Tischen. Kleinprojekte wie ein öffentlicher Garten, ein öffentlicher Schrank zum Lebensmittel retten und gemeinsames Essen an drei Abenden bilden die Basis des Angebots. Als Shared Place nutzen unterschiedlichste Gruppen die knapp 90 m2 für ihre Projekte.
Eine ausgewogene Mischung aus analogen und digitalen Informationskanälen bindet auch Gruppen ein, die eingeschränkten bis keinen Zugang zur digitalen Welt haben (wollen). So wird Aktuelles direkt in die Auslage gehängt oder geschrieben, Web- und Facebook-Seite regelmäßig aktualisiert.

ERGEBNISSE
- Belegung der Räume des BdN an 7 Tagen der Woche
- Etwa 100 Personen, die sich im Rahmen des BdN kennenlernen, sich austauschen und aktiv ihr Lebensumfeld gestalten
- Ein Pool von 30 verantwortungsvollen Ehrenamtlichen für das Projekt „Gemeinsame Essen“
- Einladendes Umfeld, für das sich die meisten NutzerInnen des BdN verantwortlich fühlen.

PROJEKTKONSORTIUM
- StadtLABOR (Projektleitung)
- SIBET-Förderung der Stadt Graz für Nachbarschaftszentren

FÖRDERGEBER
- Amt für Wohnungswesen der Stadt Graz