Bauernhof 21

Projektstart: April 2017
Projektende: Dezember 2018

Projektort

Graz Umgebung

Link zur Projektseite

www.fh-joanneum.at/projekt/bauernhof-21

Ansprechperson

Nana Pötsch

  • © Ulrike Seebacher FH JOANNEUM

Kleinbauernhof im 21. Jahrhundert: Stadt – Land neu belebt

PROBLEMSTELLUNG

Zum einen ist der Trend zur Urbanisierung eine Herausforderung für die Lebensmittelversorgung. Zum anderen ist die traditionell klein strukturierte Landwirtschaft mit dem sogenannten Bauernsterben und der Tendenz zu industrialisierten landwirtschaftlichen Großbetrieben konfrontiert. Wie können städtisches Umfeld und kleinstrukturierte steirische Landwirtschaft voneinander profitieren?

ZIELE
Ziel des Projekts Bauernhof 21 ist es, den traditionellen Kleinbauernhof zukunftsfit für das 21. Jahrhundert zu machen und als Lebensmittelnahversorger im städtischen Umfeld zu stärken.

METHODEN
Im inter- und transdisziplinären Projekt Bauernhof 21 werden Methoden der Sozialwissenschaften und Partizipation mit der kulturellen und kunsthistorischen Perspektive der Architekturwissenschaften und den Expertisen aus Biowissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung verknüpft. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse von Kleinbauernhöfen im Umland von Graz.

Zu Beginn geht es daher um einen Überblick und um ein gemeinsames Bild der aktuellen Situation der Lebensmittelproduktion, der sozio-ökonomischen, räumlichen und baulichen Strukturen und der Bedürfnisse von bäuerlichen Akteurinnen und Akteuren.

Für den Acker- und Gemüsebau (< 5 ha) im Umland von Graz werden innovative Konzepte und Ansätze, wie zum Beispiel Microfarming, Market Gardener, Foodcoops, Community-Supported-Agriculture (CSA), frugale Technologien, neue Organisations-, Kooperations- und Geschäftsmodelle und multifunktionale Hofarchitektur, auf den Prüfstand gestellt. Außerdem werden bedürfnisorientierte Good-Practice-Beispiele für die Bereiche Lebensmittelproduktion, Arbeiten und Wohnen, Kooperations- und Geschäftsmodelle, Gebäude und Raumplanung aufbereitet.

Ein bis zwei Pilotbauernhöfe werden mittels Fallstudie und interdisziplinärer Winterschool bei der beispielhaften Anpassung und Umsetzung begleitet. Ein abschließender Fachworkshop verbreitet die Erkenntnisse und evaluiert die Transferpotenziale, um mit sozialen Innovationen und übertragbaren kleinräumigen Bauernhofmodellen die Stadt-Land-Beziehungen für eine Lebensmittelnahversorgung zu stärken.

PROJEKTKONSORTIUM

- FH JOANNEUM (Intitut für Angewandte Produktionswissenschaften, Studiengang Nachhaltiges Lebensmittelmanagement; Projektleitung)

- FH JOANNEUM (Institut für Architektur & Management)

- StadtLABOR Innovationen für Urbane Lebensqualität GmbH

FÖRDERGEBER

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Land Steiermark, Referat Wissenschaft und Forschung in der Reihe Polaritäten in der Wissensgesellschaft: „Alt und Neu – Tradition und Avantgarde“ gefördert.