Arbeiten und Wohnen in Graz Reininghaus

Projektstart: September 2015
Projektende: August 2016

Projektort

Smart City Zielgebiet Graz West - Entwicklungsgebiet Reininghaus

Ansprechperson

Hans Schnitzer

Downloads
  • © Städtebauinstitut
  • © StadtLABOR
  • © StadtLABOR
  • © StadtLABOR

Arbeiten und Wohnen in Graz Reininghaus (A&W@RH)

PROBLEMSTELLUNG

Seit den 1970er Jahren erfolgt eine zunehmende De-Industrialisierung Europas Städte. Produk­tionsbetriebe wandern ab oder werden aus den urbanen Regionen vertrieben. In Graz-Reininghaus entsteht in den nächsten 15 Jahren im unmittelbaren Umfeld zahlreicher „klassischer“ Unternehmen auf dem ehemaligen Industriestandort Reininghaus ein neuer Stadtteil. Durch die unmittelbare Nähe der Betriebe bestehen sowohl Konfliktpotentiale wie auch mögliche Synergieeffekte in Bezug auf Energiesysteme, Verkehr, Wohnqualität oder intergierte Quartiers­gestaltung.

ZIELE

Dieses einjährige Sondierungsprojekt untersuchte wie langfristige Verträglichkeit verschiedener Nutzungen (Industrie/Gewerbebetriebe mit Wohnen) in urbanen Quartieren umgesetzt werden kann. Ein vorausschauendes Einbeziehen relevanter Stakeholder wie Unternehmen, Kammern, städtische Verwaltung, Kunst- und Kultursektor, Soziale Versorgung, Anrainer, Grundeigentümer und Investoren vermeidet Nutzungskonflikte und erarbeitet gemeinsam sektorübergreifend konkrete Lösungsszenarien um Kriterien einer Smart City, wie kurze Wege, Energieverbund, innovative Verkehrslösungen oder Nahversorgungsstrategien zu erfüllen.Vor dem Hintergrund der Entwicklung integrierter urbaner Quartiere mit einer beabsichtigen gemischten Nutzung (Wohnen – Arbeit – Bil­dung – Freizeit) und dem immer wichtiger werdenden Aspekt der „kurzen Wege“ (tägliche Wege zu Arbeit, Einkauf, Bildung, Freizeit möglichst fußläufig oder mit dem Fahrrad) geht es aber auch darum, eine weitere De-Industrialisierung hintan zu halten. Dies erfordert eine diesbezügliche Bereitschaft aller Akteure: Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass sie in Wohnbereiche integriert sind und die BewohnerInnen müssen akzeptieren, dass in ihrer Nachbarschaft gewerb­lich/industrielle Tätigkeiten stattfinden. 

ERGEBNISSE

Im Rahmen der Sondierung wurde ein Konzept erarbeitet, wie in einem nachfolgenden Demonstrationsvorhaben mit dem Arbeitstitel “TRISTAN” Maßnahmen für ein integriertes Wohn-Arbeitsviertel real in die Praxis umgesetzt werden könnten. Die Darstellung der Multiplizierbarkeit sowohl der Stakeholderprozesse als auch der erarbeiteten Lösungsszenarien auf andere urbane Industriestandorte war ein weiteres wichtiges Ergebnis des Sondierungsvorhabens.

PROJEKTKONSORTIUM

- StadtLABOR Innovationen für Urbane Lebensqualität (Projektleitung)

- Technische Universität Graz (Institut für Städtebau, Institut für Verkehrswesen)

- AEE Intec - Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie – Institut für Nachhaltige Techniken

FÖRDERGEBER

Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms Smart Cities