Arbeiten und Wohnen in Reininghaus [A&W@RH]

RH Stakeholderworkshop 400x300

1.StakeholderInneworkshop

Reininghausstrae Brauerei Reininghaus

Die Brauerei Steinfeld 1908 - aus: Graz 1928 (Quelle: grazwiki.at)

Ausgangssituation

Seit den 1970er Jahren erfolgt eine zunehmende De-Industrialisierung europäischer Städte. Produktionsbetriebe wandern ab oder werden aus den urbanen Regionen vertrieben. In Graz entsteht in den nächsten 15 Jahren im unmittelbaren Umfeld zahlreicher „klassischer“ Unternehmen auf dem ehemaligen Industriestandort Reininghaus ein neuer Stadtteil – Graz Reininghaus. Durch die unmittelbare Nähe der Betriebe bestehen sowohl Konfliktpotentiale wie auch mögliche Synergieeffekte in Bezug auf Energiesysteme, Verkehr, Wohnqualität oder intergierte Quartiersgestaltung.

Ziele und Methoden

Mit diesem Sondierungsvorhaben wird ein Demonstrationsprojekt in Graz/Reininghaus vorbereitet, das beispielhaft die Kooperation von Industrie- und Gewerbebetrieben mit Wohnbereichen (inkl. Energie- und Verkehrsfragen) sowie die Kompatibilität und langfristige Verträglichkeit verschiedener Nutzungen in urbanen Quartieren umsetzt.
Eine vorausschauende Einbindung relevanter Stakeholder wie Unternehmen (Management und MitarbeiterInnen), städtische Verwaltung, AnrainerInnen und Investoren soll es ermöglichen, Nutzungskonflikte zu vermeiden, aber auch viele Kriterien einer Smart City, wie kurze Wege, Energieverbund, innovative Verkehrslösungen oder Nahversorgungsstrategien durch gemeinsam erarbeitete sektorübergreifende Lösungsszenarien zu realisieren. Vor dem Hintergrund der Entwicklung integrierter urbaner Quartiere mit einer beabsichtigten gemischten Nutzung (Wohnen – Arbeit – Bildung – Freizeit) und dem immer wichtiger werdenden Aspekt der „kurzen Wege“ (tägliche Wege zu Arbeit, Einkauf, Bildung, Freizeit möglichst fußläufig oder mit dem Fahrrad) geht es aber auch darum, eine weitere De-Industrialisierung hintan zu halten. Dies erfordert eine diesbezügliche Bereitschaft aller Akteure: Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass sie in Wohnbereiche integriert sind und die BewohnerInnen müssen akzeptieren, dass in ihrer Nachbarschaft gewerblich/industrielle Tätigkeiten stattfinden.

Mögliche Synergieeffekte und mögliche Herausforderungen

Mögliche Vorteile

  • Stadt der kurzen Wege - Jobs vor der Haustüre (direkt und indirekt)
  • Gemeinsame Verkehrslösungen
  • Gemeinsamer Grünraum
  • Interesse an verstärktem ÖV
  • Energieverbund

 

Projektleitung und Kontakt:

Hans Schnitzer
Telefon: 0316/228946
E-Mail: hans.schnitzer[at]stadtlaborgraz.at

Barbara Hammerl
Telefon: 0676/4068815
E-Mail: barbara.hammerl[at]stadtlaborgraz.at

Nana Pötsch
Telefon: 0676/4068817
E-Mail: nana.poetsch[at]stadtlaborgraz.at

Laufzeit:
01.09.2015 – 31.08.2016


Konsortium:
Technische Universität Graz (Institut für Städtebau, Institut für Verkehrswesen), Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie – Institut für Nachhaltige Techniken

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Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds, sowie des FFG unterstützt.

Download:

 A&W@RH Kursfassung deutsch